Ein weiterer Grundsatz, um sich von anderen MMORPG abzuheben, war, dass sich "echtes Können" wieder auszahlen soll. Nicht derjenige, der andauernd jede freie Minute seines Lebens spielt, um die beste Rüstung oder Waffe zu ergattern, soll belohnt werden, sondern derjenige, der es versteht richtig und überlegt zu handeln. Derjenige Spieler, der die schwersten Aufträge erfüllen, die komplexesten Rätsel lösen, sowie die schwierigsten Techniken erlernen und mit kühlem Kopf anwenden kann, soll wieder die Spitze bilden.
In dieser Welt soll nicht die ausdauernde, stumpfe Wiederholung siegen, sondern die kreative Lösungen von komplexen, logischen Rätseln. Ein zufriedener Spieler, der auch noch anderes in seiner Freizeit erledigen kann, ist mindestens genauso wichtig, wie ein Spieler, der rund um die Uhr in dieser Welt lebt.
"Echtes Können", erkennt man daran, das ein Spieler die vielen verschiedenen Bewegungstechniken für Nahkampf oder Zauber auswendig beherrscht. Für Anfänger empfiehlt es sich, das Buch des Wissens in der linken Hand zu führen um den jeweiligen Kampfstil oder Zauber im Blickfeld zu haben. Nachteil dabei ist, das man solange kein Schild oder eine zweite Waffe in dieser Hand halten kann.
Will man zusätzlich noch weitere Kampftechniken anwenden, welche man noch nicht beherrscht, so muss man diese im Buch nachblättern und verbraucht dabei wieder Zeit, welche man beim auswendig beherrschen nicht benötigt.
Wie im Abschnitt "Kampf" beschrieben, muss der Spieler auf verschiedene gegnerische Techniken reagieren können, um diese zu kontern oder effektiv blocken zu können. Daher ist es wichtig die vielen verschiedenen Kampftechniken zu kennen. Dies erreicht man am besten durch erforschen der Welt, deren Bibliotheken, geheimen Quellen oder durch Duelle mit NPC bzw. echten Spielern.
Reaktionsvermögen
Durch immer längere Kämpfe und damit verbundene kürzere Reaktionszeit nach dem Angriffsymbol, steigt das nötige Reaktionsvermögen und so die Anforderung an das bisher gelernte, um in der kurzen Zeit die richtige Technik anzuwenden.
Logisches Denken & Rätsel
Es gibt seltene Bauwerke, Tempel und Verstecke in denen mehr gefragt ist als bloße Kampfkraft. Dort gibt es Schalter-, Kombinations-, Farb-, Objekt- und Puzzle-Rätsel, welche nicht statisch in bestimmten Orten untergebracht sind. Dies soll eine Erforschung direkt nach einer Anleitung verzögern und das Element des selber Entdecken fördern. Durch verschiedene Kombinationen der verschiedenen Rätsel (Minigames) wird das logische Denken und das feingefühl des Spielers gefordert.
"Echtes Können" im Handwerk
Die Fertigkeiten eines jeden Spielers spiegeln sich auch in den handwerklichen Fähigkeiten wieder. Als Beispiel dient das Schmieden eines Schwertblatts.
Der Spieler muss zunächst eine Bauanleitung kaufen, erobern oder einfach finden. Danach muss er die darauf verzeichneten Materialien organisieren. Wenn er die nötigen Materialien z.B. Eisenbarren, Goldbarren, Lederbänder, Rohform usw. bekommen hat, geht es an das erarbeiten des Schwertes. Um als Schmied arbeiten zu können sollte sich der Spieler vorher den Umgang mit den Gerätschaften seiner Schmiede angeeignet haben. So muss der Spieler dafür sorgen, das die Glut im Ofen die richtige Farbe (Temperatur) besitzt, das Wasserfass gut gefüllt ist und die weiteren nötigen Werkzeuge (Zangen, Hämmer, Rohformen usw.) vorhanden sind. So kann er die Glut mit einem Blasebalg anheizen, die Temperatur mit etwas Wasser senken und muss weiterhin immer darauf achten das genügend Schmiedekohle/Koks oder anderes mysthisches Glutmaterial vorhanden ist.
Info: Die Rohformen geben das Endprodukt vor.
Wenn die Glut die richtige Temperatur besitzt, kann der Schmied nun das Material verarbeiten. So muss ein Schmied das Material soweit erhitzen bis es flüssig wird und in eine Rohform gegossen werden kann, anschließend muss es eine bestimmte Zeit lang ruhen bzw. abkühlen. Danach muss das Rohmaterial erneut in der Glut auf die richtige Temperatur gebracht werden. Dabei betrachtet der Spieler die Glut der Kohle und heizt diese immer wieder nach wenn die Farbe "zu kalt" wird. Währenddessen muss das Rohmaterial im Feuer gewendet und betrachtet werden ob dieses gleichmäßig durchgeglüht ist. Wenn das Rohmaterial die richtige und homogene Farbe angenommen hat, kann dieses aus der Glut genommen und auf dem Amboss weiter verarbeitet werden. Durch gezielte und vor allem starke Schläge mit dem richtigen Hammer nähert sich das Rohmaterial immer mehr dem Endresultat an. Das Schmiedesystem weicht nun von der realen Schmiedekunst ab um dies im Spiel auf einfache Form realisieren zu können. Der Spieler schlägt dabei mehrfach auf ein und dieselbe Stelle, bis sich an dieser Stelle das Rohmaterial zu dem gewünschten Schwertteil umformt. So arbeitet der Spieler das Schwertblatt in Bereichen ab, bis das gesamte Blatt vollendet ist und mit einem blinken bestätigt das dieses Teil vollendet wurde. Dabei muss der Spieler wieder darauf achten, das das Material bei jedem Schlag und der zusätzlich vergangenen Zeit die Farbe (Temperatur) ändert und dann nicht mehr weiter bearbeitet werden kann. Also muss er dieses wieder in den Ofen zurück legen bis es erneut die richtige Temperatur angenommen hat um es weiter bearbeiten zu können. Nach dem ersten Schmiededurchgang der Klinge ist es nun nötig diese zu Härten, Vergüten usw. Zum Härten wird die noch rotglühende Klinge in ein Fass mit eiskaltem Wasser getaucht, anschließend wieder erwärmt um dann endültig in Ruhe auf Raumtemperatur abzukühlen. Die weiteren Veredelungs- und zusätzlichen Verarbeitungsschritte des Materials sind von der Bauanleitung abhängig, damit die Waffen sehr scharf, flexibel, langlebig usw. werden.
Ein Schwert teilt sich in 3 Einzelteile. Den Griff, Griffschutz und die Klinge (Blatt). Alle Teile müssen in einzelnen Schritten erarbeitet, zusammengefügt und anschließend veredelt und geschärft werden.
Der Griff und Griffschutz benötigen weitere Rohformen und werden an der Werkbank mit kleineren Werkzeugen zusammengebaut. Nachdem alle Teile durch nochmaliges erhitzen zusammengefügt wurden, muss die Schwertklinge noch an einem großen Schleifstein geschärft werden. Dazu führt der Spieler die Klinge behutsam über den Stein und schleift die Außenflächen wie beim schmieden auf dem Amboss, stückweise vorwärts bis sich die Umgebung an der Schnittkante spiegelt.
Mögliche Fehler:
- zu niedrige oder zu hohe Temperaturen
- zu geringe Kraft zum schmieden
- unvollständige Ausarbeitung aus dem Rohmaterial
- Fehlendes Wissen beim Veredeln
- zulanges Schleifen an einer Stelle
